Am 20. Mai begann die Rückrunde des Challange Cups. Nach der großen Spieleranzahl bei der bayerischen Meisterschaft konnte der RFC nur mit sechs Spielern nach Graz fahren. Viele wichtige Akteure fehlten krankheitsbedingt, trotzdem ließen es sich die übrigen Sechs nicht nehmen die 295km zurück zu legen.Dort angekommen liehen sich die RFC Spieler einen Grazer Stürmer für die ersten drei Spiele aus. Damit hatten sie zwar keine Auswechselspieler, aber wenigstes eine komplette 7er Mannschaft.
Im ersten Spiel gegen Wiener Neustadt, die sich mit jedem Herbstturnier verbessern konnten, starteten die Raufbolde ähnlich wie bei den bayerischen Meisterschaften. Schon in der ersten Minute ergatterte Daniel Peyerl den Ball aus einem Gedränge und passte ihn zu Leo Berngruber, der den Try und Kick verwandelte. (7:0) Mit gestärktem Selbstbewusstsein griffen die Reichenhaller weiter an. Nachdem die Spieler aus Wiener Neustadt fünf Minuten lang nicht aus ihrer eigenen Hälfte kamen ging der Ball durch alle Hände der RFCler und endete bei Barbara Kaspar, die ihren Gegenspieler umkreiste und auf 12:0 erhöhte. (HZ 12:0) Dir Kurstädter stießen zur zweiten Halbzeit an. Die Wombats versuchten ein Comeback zu starten, aber ihre Versuche wurden durch das hervorragende Tackling aller Reichenhaller, insbesondere von Christian Kustermann und durch einen weiteren Try des Kapitän vereitelt.
Trotzdem schaffte der RC Wombats noch einen Ehrentreffer kurz vor Schluss. (17:5)
Vorstandsmitglied Lars Andrasch war zufrieden, denn durch die niedrige Spielerzahl hatten sich die Reichenhaller nicht viel erhofft.
Nach 15 Minuten Pause ging es gleich weiter gegen den ARC Leoben, die noch kein Challange Cup Spiel gewonnen hatten. Umso verblüffender war der Halbzeitstand von 12:0 gegen Reichenhall. Die Raufbolde stellten ihre Fehler und ihre leichfertige Spielweise ein und begannen mit einem späten Comeback. Wieder war es unsere bayrische Meisterin Barbara Kaspar, welche den Saalachtalern zum Anschlusstreffer verhalf. Aus spitzestem Winkel verwandelte Leo Berngruber die Conversion, das hat er sich wohl beim englischen Weltmeister Jonny Wilkinson abgeschaut. (7:12) Nach einem 50m Sololauf lupfte Patrick Zunker, dessen Leistung sich mit jedem Spieleinsatz steigert, den Ball über einen gegnerischen Spieler zu seinem Spielmacher, der mit seinem Try den Punktestand von 12:12 erreichte. Nachdem auch die Erhöhung geglückt war gewannen die Reichenhaller 14:12.
Dadurch das es keine Auswechslung wegen Spielermangel gab und es außerdem extrem heiß war, merkte man den Raufbolden Ermüdungserscheinungen an.
Trotzdem wollten sie gegen die Heimmannschaft, die bereits den Favoriten Linz mit 21:10 abgefertigt hatten, abermals alles geben.
Die Grazer begannen stark und führten bereits zur Halbzeit mit 10:0. Zu einigem Pech verletzten sich auch noch vier Reichenhaller in den ersten Minuten. Am schlimmsten erwischte es Christian Kustermann, der trotz gebrochenen Wadenbein das Spiel beendete. Wie immer ließen sich die Kurstädter nicht unterkriegen. Bezeichnend dafür war der Versuch von Stephen Kaspar die gegnerische Linie trotz Verletzung alleine zu durchbrechen und sie durch einen lauten Schrei einzuschüchtern. Trotz aller Bemühungen gewann der RUFC Graz verdient mit 26:0.
Für das Spiel gegen den Lokalrivalen Salzburg standen die Chancen sehr schlecht, da nur noch drei Reichenhaller in der Lage waren weiter zu spielen. Bezeichnend für die Beliebtheit der Raufbolde und die Freundlichkeit unter den Rugbyspieler sowie Vereinen boten sich erschöpfte, aber motivierte Spieler der Mannschaften Linz und Graz an, das Reichenhaller Trikot überzustreifen. Die Salzburger waren dem nicht eingespielten Team überlegen und gewannen mit 7:21.
Trotz aller Höhen und Tiefen fuhren die Reichenhaller zufrieden mit drei Punkten für die Gesamttabelle nach Hause.
Alle Infos unter http://rfcbadreichenhall.4sports.de
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