Heilbronn tut sich schwer gegen 14 aufopferungsvoll kämpfende Rottweiler 23.11.2009 um 21:59 Uhr (703 mal gelesen) | Verletzungsbedingt trat Rottweil im ersten Spiel der Rückrunde in Heilbronn nur mit 14 Spielern an, leistete aber lange erfolgreich Widerstand. Die Schwärzwälder spielten im Bewusstsein, meist in der eigenen Hälfte agieren zu müssen, ohne echten Schluss und waren so in Sturm und Hintermannschaft quantitativ und qualitativ gleichwertig.
Nach dem Ankick setzte sich Rottweil minutenlang in der Heilbronner Hälfte fest, konnte aber nichts Zählbares verbuchen. Heilbronn war zunächst damit beschäftigt, die bei Rottweil mitspielenden französischen Spieler auszutesten; zudem stand die Heilbronner Hintermannschaft meist zu flach, so dass die Dreiviertel nach dem zweiten oder dritten Pass in Kontaktsituationen gehen mussten, die von den gleichwertigen Rottweiler Stürmern entschärft wurden. So blieb es lange bei einem mageren 3 : 0 durch einen Straftritt. Wenig später schickte der Unparteische Augspurger, der auch die kleinste Nickligkeit im Blick hatte, je einen Spieler mit Gelb an die Außenlinie, worauf sich beide Mannschaften wieder aufs Spielerische konzentrierten. Heilbronn legte einen Versuch zum 8 : 0 Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit nahm Heilbronn häufiger den Schlussspieler in die Angriffe und zog auf 20 : 0 davon, eher Rottweil der Anschlussversuch gelang. Dann schwächte sich Rottweil, kämpferisch und hart an und über der Grenze des Regelrechten agierend, durch eine rote Karte wegen Tretens selbst und musste Heilbronn den Vorsprung auf ein deutliches 37 : 5 ausbauen lassen. Die Schwarzwälder gaben aber nie auf und kamen, begünstigt durch die Auswechslungen auf Heilbronner Seite, noch zu einem zweiten Versuch zum 37 : 5.
Das paradoxe Fazit: Gegen 15 Rottweiler plus Ersatzspieler hätten sich die Heilbronner leichter getan, denn ihre Stärke ist eher das schnelle Konterspiel als das geduldige Aufbauen von Überzahlsituationen; Rottweil hat in der Verteidigung enorme Fortschritte gemacht; bei Heilbronn imponiert, wie man bei zahlreichen Ausfällen immer wieder junge und neue Spieler in die Mannschaft integriert.
| | geschrieben von: scholastikos · veröffentlicht von: Jimmy | |
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